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Rektor

drogenprävention

Am Donnerstag, den 8. März 2018, bekamen wir Besuch von Herrn Angermeyer von der Fürther Polizei, der uns zum Thema Drogen aufklären sollte. Der Beginn des Vortrags erschien daher zunächst verwirrend, da ein Bild eines schweren Autounfalls gezeigt wurde und die Frage gestellt: "Was glaubt ihr ist das Schlimmste, was einem Polizisten im Beruf passieren kann?" Im Laufe des Gesprächs wurde klar, welchen Hintergrund dieses Bild hatte. Es zeigte die Folgen eines Unfalls, bei dem drei Jugendliche ums Leben kamen. Das Tempo des Autos wurde durch Gutachter auf ca. 140 bis 160 km/h ermittelt, der Fahrer stand unter Alkoholeinfluss. Diese Schreckensnachricht den Eltern der verstorbenen Jugendlichen mitzuteilen, sei wohl das Schlimmste. Vor allem, weil es nicht hätte passieren müssen.

Zunächst wurden die legalen Genussmittel bzw. Drogen thematisiert. Alkoholkonsum ist Teil der Gesellschaft, Alkohol ist legal und ab 16 Jahren für jeden zugänglich. In Deutschland sterben jedes Jahr über 70.000 Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums. Rauchen ist ein Geschäft, mit dem Milliardensummen Umsatz erzielt werden. Die Zigarettenindustrie kann dabei mittlerweile nicht mehr abstreiten, dass chemische Zusatzstoffe hinzugefügt werden, die verstärkt süchtig machen. In jeder Zigarette stecken über 70 verschiedene krebserregende Stoffe. In Deutschland sterben täglich 332 Menschen an den direkten Folgen des Rauchens. Der Tod durch Lungenkrebs ist ein qualvoller Erstickungstod, der sich über Tage hinziehen kann. Mit den Konsequenzen des Konsums muss man rechnen.

Im Anschluss daran ging es um illegale Substanzen. Die Folgen und der menschliche Verfall von jahrelangem Heroinkonsum wurden durch ein Video-Interview einer Abhängigen gezeigt, die ihr 30. Lebensjahr nicht erreichen konnte. Cannabis-Konsum wurde aufgrund seiner möglichen hirnschädigenden Folgen – vor allem im Jungendalter – thematisiert und kritisch bewertet. Weit fataler können allerdings die Folgen der sog. „Kräuter“ und „Legal-Highs“ sein. Bei diesen Substanzen kann man nie wirklich wissen, welchen Stoff man konsumiert und vor allem, in welcher Menge dieser welche Wirkung erzielt. Die Wirkstoffe sind chemische Stoffe, die in abgewandelter Form die klassischen Drogen wie Marihuana oder Amphetamine nachahmen. Auch hier gab es schon Todesfälle, auch in der Region. Für die Polizei war die Strafverfolgung bis vor Kurzem schwer, da die Stoffe immer verändert wurden und somit noch nicht verboten waren. Mittlerweile sei der Besitz strafbar. Der Besitz aller illegalen Drogen ist generell strafbar, viel mehr noch der Handel damit. Es wurde aufgezeigt, welche Möglichkeiten, Techniken und Methoden die Polizei hat und dass nahezu alle Dealer irgendwann erwischt werden und nach einsamen Monaten in Untersuchungshaft auch erzählen werden, von wem sie die Drogen hatten. Das kann harte Konsequenzen haben.

Fazit: Seit Jahrtausenden haben die Menschen nach Genussmitteln gesucht und Möglichkeiten, sich zu berauschen. Eine Welt ohne Genussmittel und Drogen ist undenkbar. Es wird auch immer illegale Drogen und Dealer geben, da es dabei ja schließlich nur um Geld und Gewinne geht. Es geht auch nicht darum, den Alkohol zu verteufeln, er kann in manchen Situationen und kontrollierten Mengen zum geselligen Genussmittel werden. Es ging eher darum aufzuzeigen, welche Folgen der Konsum von Genussmitteln und Drogen für den Einzelnen haben kann. Drogen können Menschen und Familien zerstören, sie können tödlich sein. Man wurde über gesetzliche Bestimmungen aufgeklärt und natürlich auch strafrechtliche Folgen. Nicht, dass man nicht mal sagen kann: "Das habe ich ja nicht gewusst." Jeder Mensch hat die Freiheit über sein Handeln zu entscheiden und trägt dafür auch die Verantwortung und für sich die Konsequenzen.

Um abschließend den Bogen zum Anfang zu spannen: Man sollte sich genau überlegen, ob man bei jemanden ins Auto einsteigt, der ersichtlich unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen steht. Es ist nur eine kurze, aber falsche Entscheidung, die verheerend enden kann. Wenn ihr in dieser Situation eure Eltern anruft und sie wählen könnten, ob ihr bei dem Betrunkenem mitfahrt oder ob sie euch nachts irgendwo abholen, dann würden sich wohl alle Eltern auf den Weg machen ...

M. Feldmeier

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