Jugend & Polizei

Am 25.04.2016 öffnete die Jugendarbeitsgruppe der Polizei in Fürth (JAG) ihre Tore für einen Besuch der 7 aG. Es begrüßten uns Herr Körner und Frau Fitzek, die sich zu aller erst unseren Fragen stellten. Die Ergebnisse dieses Interviews, das wir vorab in unserem Unterricht erarbeitet und geprobt haben, findet ihr im Anschluss.

Vom Besprechungsraum aus ging es in den Funkraum. Dort mussten wir ganz leise sein, damit die Funker nicht gestört werden und die Einsatz-Nachrichten gut in den Polizeiautos ankommen.

Frau Fitzek führte uns durch das ganze Gebäude bis zu den Zellen im Keller. Hier durften wir am eigenen Leib erfahren, wie eine Gruppen-Zelle von innen aussieht – ganz zur Freude unserer Klassenlehrerin Frau Ballmann. In der Garage des Hauses durften wir ein Polizeiauto auseinander nehmen. Das hat uns alle sehr fasziniert, trotzdem hoffen wir nie in so einem Auto zu landen.

Der Besuch bei der JAG war ein tolles Erlebnis und wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmals bei unserer Jugendsozialarbeiterin Frau Wenk bedanken, die uns auf diesen Ausflug begleitet hat und die auch sonst immer ein offenes Ohr für unsere Probleme hat!

Die 7 aG

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Das Interview:

Lina:
"Hallo, wir sind die Schüler der 7 aG der Mittelschule Fürth, Kiderlinstraße. Das sind Gürkan, Cecilia, Andrea und ich bin Lina. Wir würden ihnen gerne ein paar Fragen stellen:

"War der Beruf des Polizisten schon immer ihr Traumjob?"

Hr. Körner:
"Ja, war es schon immer. Allerdings hatte ich auch noch einen anderen Beruf im Blick. Ich wäre auch gerne Lehrer geworden."

Fr. Fitzek:
"Polizistin war schon immer mein Traum."

Lina:
"Welchen Berufsabschluss braucht man um Polizist zu werden?"

Herr Körner:
"Mit einem guten Quali und einer Berufsausbildung oder der Mittleren Reife könnte man in den Mittleren Dienst der Polizei einsteigen. Mit dem Abitur hat man auch die Möglichkeit direkt in den gehobenen Dienst starten."

Andrea:
"Wie viele Stunden in der Woche arbeiten sie?"

Hr Körner:
"Im Schnitt arbeiten wir 40 Stunden in der Woche, allerdings kann es in ein paar Fällen auch zu 60 Stunden kommen. In einer anderen Woche kann man dafür manchmal früher gehen."

Fr. Fitzek:
"Bekommen wir vor Dienstschluss zum Beispiel noch einen Diebstahl in einem Kaufhaus rein, dann muss dieser noch abgehandelt werden, egal, ob ich nun Schluss hätte oder nicht."

Andrea:
"Wie alt muss man sein, um eine Anzeige machen zu können?"

Hr. Körner:
"Theoretisch kann man schon mit 14 Jahren eine Anzeige machen, dies kommt jedoch eher selten vor."

Andrea:
"Was passiert wenn man seine Sozialstunden nicht macht?"

Fr. Fitzek:
"Dann muss man nochmal vor Gericht und der Richter entscheidet über den weiteren Fortgang."

Gürkan:
"Warum ist man schon mit 14 Jahren strafmündig?"

Hr. Körner:
"Das ist ganz einfach: Es steht so im Gesetz. Aber zusätzlich sollte man mit 14 auch die nötige Verstandesreife haben, um einzusehen was nicht erlaubt ist."

Gürkan:
"Was war die schlimmste Tat die ein Jugendlicher gemacht hat und was war die Strafe dafür?"

Hr. Körner:
"Die schlimmste Tat die man begehen kann, wäre jemanden zu ermorden. Dafür könnte es nach dem Jugendstrafrecht 10 Jahre Haft geben. Zum Glück hatten wir beide so einen Fall noch nicht."

Gürkan:
"Wie viele Jugendliche sind in Fürth auffällig?"

Hr. Körner:
"Das ist eine schwere Frage. Das kann ich so nicht sagen."

Fr. Fitzek:
"Das stimmt. Aber es sind nicht so viele wie ihr nun vielleicht denkt."

Cecilia:
"Was ist ein jugendlicher Intensivtäter?"

Hr. Körner:
"Ein jugendlicher Intensivtäter ist ein Jugendlicher, der immer wieder auffällig wird. Jeder Beamte bekommt einen Intensivtäter zugeteilt und bearbeitet alle Fälle, die mit ihm zu tun haben."

Fr. Fitzek:
"Und das ist auch völlig egal wo der Jugendliche diese Straftat begeht. Sollte er in Nürnberg, Erlangen oder München auffällig werden, landet der Fall trotzdem auf meinem Schreibtisch."

Cecilia:
"War die Jugend früher besser?"

Hr. Körner:
"Ich kann nur meine eigenen Meinung dazu sagen. Ich empfinde die Jugend von heute nicht schlimmer, im Gegenteil manchmal sogar besser. Unsere Jugendlichen heute haben viel mehr Angebote sich Hilfe zu holen oder sich zu informieren. Ihr habt z. B. eine eigene Jugendsozialarbeiterin an der Schule, die euch unterstützt. Auch wir die Polizei sind viel aktiver und kommen zu euch in die Schule oder ihr besucht uns eben hier vor Ort. So wie ihr heute."

Cecilia:
"Danke, dass wir mit ihnen ein Interview führen durften und sie unsere Fragen beantwortet haben. Schön, dass wir hier sein dürfen."

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